Götz Hartmann
Götz Hartmann

Kammerorchester RICERCARE

 

 

 

 

 

Das Kammerorchester Ricercare wurde 1995 von seinem damaligen Leiter Alexander Mayer gegründet. Zunächst widmete sich das Orchester vor allem der barocken und klassischen Kirchenmusik, erweiterte sein Repertoire  allerdings immer mehr in den sinfonischen Bereich, um in den letzten Jahren seinen Schwerpunkt einerseits im Kammerorchester-Repertoire der Romantik und klassischen Moderne, andererseits in der Zusammenarbeit mit im Saarland arbeitenden

Komponisten zu finden.

 

So brachte das Orchester bisher u.a. Werke von Bernd Thewes , Daniel Norbert Seel, Claas Willeke , Julián Quintero Silva , Jörg Nonnweiler und Florian Schwamborn zu viel beachteten Uraufführungen.

 

Seit 2010 ist Götz Hartmann Künstlerischer Leiter des Orchesters. Unter seinem Dirigat besticht das Orchester mit mustergültiger Durchhörbarkeit und einem großen dynamischen Spektrum.

 

Viele Aufnahmen des Saarländischen Rundfunks entstanden in Kooperation mit der Saarbrücker Sommermusik und dokumentieren den hohen Rang dieses Orchesters.

 

2012 debütierte das Orchester mit großem Erfolg bei den Musikfestspielen Saar. Auf Einladung des Festival Théodore Gouvy gastierte das Kammerorchester Ricercare mit einer Hommage an diesen Deutsch-Französischen Komponisten im April 2017 erfolgreich in Hombourg-Haut.

 

 

 

Nächstes Konzert , Sonntag 24.9.2017 , 17:00 im grossen Sendesaal des SR

                               Eintritt frei

 

 

 

 

                                   Programm

 

 

Edward Elgar                         Serenade für Streichorchester e-moll , op.20

( 1857 - 1934 )                                 Allegro piacevole

                                                        Larghetto

                                                        Allegretto

 

 

 

Tzvi Avni                               Paths of Time (Uraufführung)

( 1927 )

 

 

 

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Arnold Schönberg                            Verklärte Nacht , op.4

( 1874 - 1951 )                       Fassung für Streichorchester (1917/1943)

 

 

 

 

 

Ausführende:  KO Ricercare

                        Leitung: Götz Hartmann

 

                      

 

 

Programmtext

 

Edward Elgar                                   Streicherserenade e-moll

 

Elgar komponierte das dreisätzige Werk für seine Frau Alice zum dritten Hochzeitstag. Bereits die erste Tempoangabe ''Allegro Piacevole'' mag darauf hindeuten,dass bei allen melancholischen Untertönen das spielerisch-gelöste Element im Vordergrund steht.

Der Mittelsatz ist das Herzstück der Serenade, tiefgründige Ausdrucksmusik,

die den Rahmen einer Serenade sprengt.

Der Schlußsatz fällt durch seine deutliche Zweiteilung auf; der Anfangsabschnitt wirkt dabei gegenüber  der ausgedehnten Reminiszenz an den Kopfsatz wie eine pastoral gefärbte Einleitung.

 

Tzvi Avni                      Paths of Time  für Streichorchester

 

Ursprünglich war Paths of Time ein Werk für Streichquartett, komponiert in Erinnerung und zu Ehren meines Freundes,des Dirigenten Yuri Ahronovitsch.

Heute ,im Konzert des Kammerorchesters Ricercare, erklingt eine neue Version des Stückes,

dieses Mal  für Streichorchester, mit einem neu hinzugefügten,ausgedehnten Prolog für Violoncello solo.

Der Prolog führt zu einem kraftvollen Eröffnungsteil,dem ruhigere,melodiöse Abschnitte folgen.später eröffnet  eine schnelle 'Fortissimo' Passage den nächsten Teil mit allen Hauptthemen. Grundsätzlich wechseln sich in diesem einsätzigen Stück häufig  dramatische und lyrische Teile ab.

Ein komplentativer Dialog der beiden Violinstimmen,eingebettet in einen weichen Hintergrund von Viola-und Vc- Farbe, führt zu einem weichen Verklingen des Stückes.

 

 

Arnold Schönberg         Verklärte Nacht op.4 Fassung für Streichorchester

 

'Verklärte Nacht' wurde ursprünglich -ein Jahr vor der Jahrhundertwende- für Solo-Streichsextett geschrieben; die Fassung für Streichorchester stammt von 1917 ( 1943 geringfügig revidiert ) ; sie unterscheidet Soli und Tutti und enthält eine Kontrabaßstimme zur Verstärkung der Violoncelli.Die Anwendung der Idee der Sinfonischen Dichtung auf die Kammermusik war singulär.

Das gleichnamige Gedicht aus 'Weib und Welt' von Richard Dehmel dient der Partitur weniger als Motto , vielmehr als programmatischer Vorwurf,dem sie in

allen seinen Momenten drastisch folgt.Schönberg löste das Kompositionsproblem -anders als die 'Neudeutschen' -grob gesagt durch Verschränkung von Sonatenhauptsatz und Sonatenzyklus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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